PhysiotherapieBaker · Bad Ems

Leistung 04 · Massage & Lymphe

Manuelle Lymphdrainage in Bad Ems.

Die Manuelle Lymphdrainage (MLD) unterstützt das Lymphsystem: Mit sanften, rhythmischen Grifftechniken fördern wir den Abtransport von Gewebsflüssigkeit – Schwellungen können zurückgehen und Schmerzen gelindert werden.

VerordnungKasse, privat oder Selbstzahler
Dauer30, 45 oder 60 Min.
OrtPraxis in Bad Ems
Manuelle Lymphdrainage: Therapeutin behandelt mit flach aufgelegten Händen und sanftem Druck den Rücken einer Patientin (KI-generiertes Symbolbild)KI‑Symbolbild

Was ist Manuelle Lymphdrainage?

Sanfte Griffe, die den Abfluss unterstützen.

Die Manuelle Lymphdrainage (MLD) ist eine sanfte, ärztlich verordnete Entstauungstherapie: Mit leichten, kreisenden Griffen wird gestaute Gewebsflüssigkeit in Richtung der Lymphknoten abtransportiert. Mit Verordnung (Kasse oder privat) oder als Selbstzahler – in der Praxis in Bad Ems.

Das Lymphsystem ist das Entsorgungsnetz des Körpers: Es nimmt Gewebsflüssigkeit, Eiweiße und Abbaustoffe aus dem Gewebe auf und führt sie über Lymphbahnen und Lymphknoten zurück in den Blutkreislauf. Ist dieser Weg gestört – etwa weil Lymphknoten entfernt wurden oder Gewebe nach einer Operation anschwillt –, staut sich Flüssigkeit. Das Gewebe wird dick, schwer und spannt, Bewegungen fallen schwerer.

Wir arbeiten mit sehr leichtem Druck direkt auf der Haut, immer in Richtung der nächsten Lymphknoten, um die Lymphgefäße zur Arbeit anzuregen. Die Behandlung ist keine Massage: Sie ist langsam, rhythmisch und ohne Öl. Bei einem Lymphödem gehört die Kompression mit Bandage oder Strumpf fest dazu, damit der Effekt möglichst lange anhält.

Wann hilft Lymphdrainage?

Wenn Gewebe anschwillt und nicht mehr abfließt.

Eingesetzt wird die MLD z. B. bei Schwellungen nach Operationen, Verletzungen, Tumorbehandlungen oder bei Venenerkrankungen. Je nach Verordnung dauert die Behandlung 30, 45 oder 60 Minuten. Diese Situationen sehen wir in der Praxis am häufigsten:

Lymphödem

Bei dauerhaften Lymphödemen an Arm oder Bein, zum Beispiel nach Entfernung von Lymphknoten oder bei angeborener Schwäche des Lymphsystems – meist langfristig und kombiniert mit Kompression.

Nach Operationen

Nach Gelenkersatz, Kreuzband-OP oder anderen Eingriffen, wenn Knie, Hüfte oder Fuß anschwellen – siehe auch unsere Nachbehandlung nach Knie-TEP.

Nach Krebsbehandlung

Nach Brustkrebs-OP, Bestrahlung oder Entfernung von Lymphknoten in Achsel oder Leiste – in Abstimmung mit Ihrem behandelnden Arzt.

Nach Verletzungen

Bei Prellungen, Verstauchungen, Bänderrissen oder Knochenbrüchen, wenn die Schwellung die Bewegung behindert und den Heilungsverlauf bremst.

Lipödem & Venenleiden

Bei Lipödem oder chronischer Venenschwäche, wenn die Beine abends schwer und dick werden – ergänzend zur ärztlichen Behandlung und zur Kompression.

Kopf & Gesicht

Nach Kiefer- oder Zahnoperationen, bei Schwellungen im Gesicht oder nach Eingriffen im HNO-Bereich – mit besonders zarten Griffen.

So läuft die Behandlung ab

Vom Hals bis zur Schwellung.

  1. Befund

    Wir sehen uns Verordnung und Befund an, prüfen Umfang, Spannung und Beschaffenheit des Gewebes und klären, ob Gegenanzeigen vorliegen.

  2. Entstauung

    Zuerst werden die Lymphbahnen an Hals und Rumpf angeregt, dann wird die geschwollene Region Griff für Griff in Richtung der gesunden Abflusswege behandelt.

  3. Kompression

    Wenn verordnet, legen wir nach der Behandlung eine Kompressionsbandage an, oder Sie ziehen Ihren Kompressionsstrumpf direkt wieder an – damit der Effekt möglichst lange anhält.

  4. Alltag

    Sie bekommen Hinweise zu Hautpflege, Bewegung, Hochlagern und zum Umgang mit der Kompression – so unterstützen Sie die Behandlung zwischen den Terminen.

Gut zu wissen

Rezept, Kosten und Dauer.

Termin anfragen

Mit Verordnung

Die Manuelle Lymphdrainage wird vom Arzt als „MLD“ verordnet – mit Angabe der Dauer: 30, 45 oder 60 Minuten. Bei einem gesicherten Lymphödem kann der Arzt sie als langfristigen Heilmittelbedarf verordnen. Gesetzlich Versicherte zahlen die übliche Zuzahlung, sofern keine Befreiung vorliegt.

Privat oder als Selbstzahler

Privatversicherte bringen ihre Privatverordnung mit. Als Selbstzahler ist die Lymphdrainage ebenfalls möglich – etwa nach einem Eingriff, für den kein Rezept ausgestellt wurde. Bei ernsthaften Grunderkrankungen bitten wir vorab um ärztliche Rücksprache.

Dauer und Anzahl

Die verordnete Zeit – 30, 45 oder 60 Minuten – ist reine Behandlungszeit. Die Anzahl der Termine steht auf dem Rezept; bei chronischen Ödemen sind regelmäßige Termine über einen längeren Zeitraum üblich.

Gegenanzeigen

Nicht bei jeder Schwellung ist Lymphdrainage sinnvoll: Bei akuten Infekten, Fieber, Herzschwäche mit Wassereinlagerungen, frischer Thrombose oder unbehandelter Krebserkrankung darf nicht oder nur eingeschränkt behandelt werden. Das klären wir mit Ihnen und Ihrem Arzt.

Häufige Fragen

Fragen zur Lymphdrainage.

Ihre Frage ist nicht dabei? Rufen Sie uns an: 02603 50 48 200

Für wen ist die Manuelle Lymphdrainage geeignet?

Für alle, bei denen sich Gewebsflüssigkeit staut: bei Lymphödemen, nach Operationen oder Verletzungen, nach Krebsbehandlungen, bei Lipödem oder Venenschwäche. Ob sie bei Ihnen sinnvoll ist, entscheidet Ihr Arzt mit der Verordnung.

Wie lange dauert eine Lymphdrainage?

Je nach Verordnung 30, 45 oder 60 Minuten. Die Dauer legt der Arzt anhand der betroffenen Körperregion fest – ein ganzes Bein braucht mehr Zeit als eine Hand.

Ist Lymphdrainage eine Massage?

Nein. Die Griffe sind deutlich leichter als bei einer Massage, langsam, rhythmisch und ohne Öl. Es geht nicht um die Muskulatur, sondern um die Lymphgefäße direkt unter der Haut.

Muss ich einen Kompressionsstrumpf tragen?

Bei einem Lymphödem in der Regel ja, denn ohne Kompression füllt sich das Gewebe oft rasch wieder. Ob Bandage oder Strumpf, legt Ihr Arzt fest. Nach Operationen oder Verletzungen reicht manchmal die Lymphdrainage allein.

Gibt es Situationen, in denen keine Lymphdrainage möglich ist?

Ja: bei akuten Entzündungen, Fieber, frischer Thrombose, nicht eingestellter Herzschwäche oder unbehandelten Tumorerkrankungen wird nicht oder nur nach ärztlicher Freigabe behandelt. Bitte informieren Sie uns über Ihre Vorerkrankungen.

Was kann ich selbst tun, damit die Schwellung zurückgeht?

Betroffene Arme oder Beine hochlagern, sich regelmäßig bewegen, die Haut gut pflegen, die Kompression konsequent tragen und enge Kleidung oder starke Hitze meiden. Wir geben Ihnen dazu passende Tipps für den Alltag.

Termin in Bad Ems

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