PhysiotherapieBaker · Bad Ems

Leistung 07 · Behandlungen

Faszientherapie in Bad Ems.

Faszien durchziehen als Bindegewebs-Netzwerk den ganzen Körper. Verklebungen oder Verkürzungen in diesem Gewebe können Spannungsgefühle, Schmerzen und Instabilität verursachen.

VerordnungIm Rahmen von KG/MT oder privat
Dauerje nach Verordnungsfall
OrtPraxis in Bad Ems
Faszientherapie: Patientin rollt auf einer Gymnastikmatte mit einer Faszienrolle die Rückseite des Oberschenkels aus (KI-generiertes Symbolbild)KI‑Symbolbild

Was ist Faszientherapie?

Wenn das Bindegewebe festhält.

Die Faszientherapie nach dem Fasziendistorsionsmodell (FDM) behandelt das Bindegewebe, das Muskeln, Organe und Nerven umhüllt und verbindet. Sie kommt zum Beispiel bei Rücken- und Schulterbeschwerden, nach Sportverletzungen oder Verstauchungen und bei Steifigkeit infrage. Die Krankenkasse zahlt sie nicht als eigene Leistung: Im Rahmen einer Verordnung über Krankengymnastik oder Manuelle Therapie setzen wir Faszientechniken ein, als eigenständige Behandlung ist sie eine Selbstzahlerleistung.

Faszien geben dem Körper Form und Halt, leiten Kräfte weiter und sind dicht mit Nervenendungen besetzt. Deshalb können sie Schmerzen auslösen, wenn sie verklebt, verdreht oder unter Dauerspannung stehen. Typisch ist ein ziehender, flächiger Schmerz, der sich schwer zuordnen lässt, oder Steifigkeit nach langem Sitzen.

Das Fasziendistorsionsmodell nach Stephen Typaldos ordnet Beschwerden anhand der Beschreibung und der Gesten des Patienten bestimmten Faszienstörungen zu – etwa einem „Band“, das schmerzt, oder einem Punkt, den man am liebsten eindrücken würde. Daraus leitet sich der Handgriff ab: kräftiger, ziehender Daumendruck entlang eines Faszienzugs, tiefer Druck auf einen Punkt oder Zug- und Dehnbewegungen am Gelenk. Mit gezielten Druck- und Dehntechniken sollen Elastizität und Geschmeidigkeit der Faszien verbessert werden – mit dem Ziel, Schmerzen zu lindern und die Beweglichkeit zu fördern. Die Behandlung ist intensiv, aber kurz; ergänzend kommen Techniken aus der Manuellen Therapie und der Triggerpunkttherapie zum Einsatz.

Wann hilft Faszientherapie?

Beschwerden, die sich flächig und ziehend anfühlen.

Faszientechniken setzen wir dann ein, wenn der Befund auf das Bindegewebe als Auslöser hinweist. Das sind die häufigsten Anlässe:

Rücken & Schulter

Bei flächigen Schmerzen zwischen den Schulterblättern, im Lendenbereich oder an der Schulter, die beim Dehnen oder Drehen ziehen.

Nach Sportverletzungen

Bei Zerrungen, Muskelfaserrissen oder Prellungen, wenn das Gewebe nach dem Abheilen verklebt bleibt und die Bewegung einschränkt.

Verstauchungen

Bei umgeknickten Sprunggelenken oder verstauchten Handgelenken, die auch Wochen später noch dick, steif oder druckempfindlich sind.

Steifigkeit

Nach langem Sitzen, einseitiger Arbeit oder Ruhigstellung, wenn Hüfte, Rücken oder Nacken morgens schwer in Gang kommen.

Sehnen & Ansätze

Bei Fersensporn, Tennisellenbogen, Achillessehnen- oder Patellaspitzenbeschwerden als Ergänzung zu Dehnung und Kräftigung – siehe auch Triggerpunkttherapie.

Für Sportler

Zur Vorbereitung auf Wettkämpfe oder zur Regeneration danach, wenn Muskeln und Hüllgewebe geschmeidig bleiben sollen – auch als Selbstzahler.

So läuft die Behandlung ab

Von Ihrer Geste bis zum Handgriff.

  1. Beschwerden zeigen

    Wo und wie zeigen Sie den Schmerz? Ihre Beschreibung und Ihre Gesten verraten viel darüber, welche Faszienstruktur betroffen ist.

  2. Testen

    Wir prüfen Beweglichkeit, Spannung und Druckempfindlichkeit, vergleichen mit der Gegenseite und klären, ob Gegenanzeigen vorliegen.

  3. Behandlung

    Kräftiger Daumendruck entlang der betroffenen Faszie, Punktdruck oder Zug- und Dehntechniken am Gelenk – dosiert nach Ihrer Rückmeldung.

  4. Nachspüren & üben

    Direkt nach der Behandlung testen wir die Bewegung erneut. Dehnungen und Bewegungen für zu Hause sichern das Ergebnis zwischen den Terminen.

Gut zu wissen

Rezept, Kosten und Verträglichkeit.

Termin anfragen

Mit Verordnung

Die Faszientherapie ist kein eigenes Heilmittel im Katalog der Krankenkassen. Wir wenden sie im Rahmen einer Verordnung über Krankengymnastik oder Manuelle Therapie an, wenn sie zu Ihrem Befund passt. Gesetzlich Versicherte zahlen dann die übliche Zuzahlung für das verordnete Heilmittel.

Privat oder als Selbstzahler

Ohne Rezept können Sie die Faszientherapie als Selbstzahler buchen – zum Beispiel bei sportbedingten Beschwerden oder zur Regeneration. Wir besprechen vorab, ob die Behandlung für Sie geeignet ist.

Dauer und Anzahl

Die Behandlung selbst ist meist kurz und intensiv. Oft genügen wenige Termine, um zu beurteilen, ob die Methode bei Ihnen anspricht. Die Dauer richtet sich nach der Verordnung oder nach Absprache.

Verträglichkeit

Die Techniken sind kräftig; blaue Flecken und ein Wundgefühl für ein bis zwei Tage sind möglich. Bei blutverdünnenden Medikamenten, Osteoporose, akuten Entzündungen oder frischen Verletzungen behandeln wir nicht oder nur angepasst – bitte sagen Sie uns Bescheid.

Häufige Fragen

Fragen zur Faszientherapie.

Ihre Frage ist nicht dabei? Rufen Sie uns an: 02603 50 48 200

Was sind Faszien überhaupt?

Faszien sind dünne, zugfeste Bindegewebshüllen, die Muskeln, Organe und Nerven umgeben und als Netzwerk den ganzen Körper durchziehen. Sie übertragen Kräfte, geben Halt und sind reich an Nervenendungen – darum können sie Schmerzen auslösen.

Was bedeutet FDM?

FDM steht für Fasziendistorsionsmodell. Es geht davon aus, dass viele Beschwerden auf bestimmte Verformungen (Distorsionen) der Faszien zurückgehen, die sich anhand von Beschreibung und Gestik des Patienten erkennen und mit passenden Handgriffen behandeln lassen.

Ist die Faszientherapie schmerzhaft?

Die Griffe sind kräftig und während der Behandlung deutlich spürbar. Wir dosieren nach Ihrer Rückmeldung und machen Pausen, wenn Sie es wünschen. Ein Wundgefühl oder blaue Flecken für ein bis zwei Tage danach sind möglich.

Wie viele Behandlungen sind nötig?

Das ist individuell. Oft lässt sich schon nach ein bis drei Terminen beurteilen, ob die Methode bei Ihren Beschwerden anspricht. Bei lange bestehenden Problemen können mehr Termine sinnvoll sein.

Zahlt die Krankenkasse die Faszientherapie?

Nicht als eigene Leistung. Im Rahmen einer Verordnung über Krankengymnastik oder Manuelle Therapie können wir Faszientechniken einsetzen, wenn sie zum Befund passen. Als eigenständige Behandlung ist sie eine Selbstzahlerleistung.

Was ist der Unterschied zur Faszienrolle zu Hause?

Mit der Rolle bearbeiten Sie große Flächen selbst, ohne Befund. In der Therapie wird gezielt die Struktur behandelt, die Ihre Beschwerden auslöst – mit Druck und Richtung, die Sie mit der Rolle nicht erreichen. Beides lässt sich gut kombinieren.

Termin in Bad Ems

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